Zum Inhalt springen

Webdesign

Website-Relaunch: Die wichtigsten Punkte vor dem Start

Eine Checkliste für den Website-Relaunch: Von der Inhaltsanalyse über SEO-Umzug bis zur technischen Abnahme vor dem Livegang.

  • 24. Juni 2026
  • 4 Min. Lesezeit

Der Wunsch nach einem Relaunch entsteht meist aus demselben Gefühl: Die bestehende Website wirkt veraltet, ist auf dem Smartphone unhandlich oder passt nicht mehr zum eigenen Angebot. Der eigentliche Umbau ist dabei aber nur ein Teil des Projekts – die Vorbereitung entscheidet oft darüber, ob der Relaunch reibungslos verläuft oder Sichtbarkeit kostet.

In diesem Beitrag haben wir die Punkte zusammengestellt, die vor dem eigentlichen Design geklärt sein sollten – als Orientierung für alle, die ihre Website in nächster Zeit erneuern möchten.

Ziele klären, bevor das Design beginnt

Ein neues Design allein löst selten das eigentliche Problem. Am Anfang sollte deshalb die Frage stehen, was die Website künftig leisten soll: mehr Anfragen über das Kontaktformular? Mehr Anrufe? Bewerbungen für offene Stellen? Oder soll sie vor allem Vertrauen aufbauen, bevor Kunden sich persönlich melden?

Aus diesen Zielen ergeben sich Struktur, Inhalte und Gewichtung der Seiten. Ebenso wichtig ist ein ehrlicher Blick auf die bestehende Website: Was funktioniert heute gut, worüber stolpern Besucher, welche Fragen stellen Kunden am Telefon immer wieder, obwohl die Antwort eigentlich auf der Website stehen sollte?

Hilfreich ist, diese Ziele möglichst messbar zu formulieren – etwa als Zahl der Anfragen pro Monat. Dann lässt sich nach dem Relaunch nachvollziehen, ob sich der Aufwand gelohnt hat, statt sich allein auf das Bauchgefühl zu verlassen.

Mobile Nutzung von Anfang an mitdenken

Bei vielen Websites kommt inzwischen ein großer Teil der Besucher über das Smartphone. Ein Relaunch sollte deshalb nicht am großen Bildschirm geplant und anschließend für Mobilgeräte „angepasst“ werden, sondern umgekehrt: Welche Informationen braucht jemand, der unterwegs auf die Seite kommt? Meist sind es Leistungen, Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten und der Weg zum Unternehmen.

Daraus ergeben sich ganz praktische Entscheidungen: eine Telefonnummer, die sich direkt antippen lässt, Formulare mit wenigen Feldern, gut lesbare Schriftgrößen und Schaltflächen, die sich auch mit dem Daumen treffen lassen. Wer diese Punkte früh festlegt, spart sich später aufwendige Nacharbeiten.

Bestehende Inhalte sichten statt verwerfen

Viele Websites enthalten über Jahre gewachsene Unterseiten, von denen einzelne bei Google gut platziert sind, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt. Vor jedem Relaunch lohnt sich deshalb eine Bestandsaufnahme: Welche Seiten bestehen, welche werden tatsächlich aufgerufen, welche URLs sind extern verlinkt? Nur so lässt sich entscheiden, was übernommen, zusammengeführt oder gezielt weitergeleitet werden sollte.

Hilfreich sind dabei die Daten, die ohnehin vorliegen: Die Google Search Console zeigt, über welche Suchbegriffe Besucher kommen und welche Seiten in den Suchergebnissen erscheinen. Ein Webanalyse-Tool zeigt, welche Seiten tatsächlich gelesen werden. Seiten mit gutem Ranking sollten nicht einfach verschwinden, sondern inhaltlich übernommen und bei Bedarf verbessert werden.

URLs und Weiterleitungen sauber planen

Ändern sich Seitenstruktur oder Adressen, sollten alte URLs technisch sauber auf die neuen weiterleiten. Fehlen diese Weiterleitungen, verlieren zuvor gut platzierte Seiten ihre Sichtbarkeit – und Besucher, die alte Links oder Lesezeichen nutzen, landen auf einer Fehlerseite.

In der Praxis bewährt sich eine einfache Tabelle: links jede alte Adresse, rechts die neue Zielseite. Daraus entstehen dauerhafte Weiterleitungen, sogenannte 301-Weiterleitungen, die Besucher und Suchmaschinen automatisch an die richtige Stelle führen. Wichtig ist, jede alte Seite auf die inhaltlich passende neue Seite zu leiten – nicht pauschal alles auf die Startseite.

Inhalte rechtzeitig vorbereiten

Eine der häufigsten Ursachen für Verzögerungen bei Website-Projekten ist nicht die Technik, sondern fehlender Inhalt. Texte, Fotos, Referenzen und rechtliche Angaben brauchen mehr Zeit, als man anfangs denkt – besonders, wenn mehrere Personen im Unternehmen daran beteiligt sind.

Es lohnt sich deshalb, parallel zur Gestaltung festzulegen, wer welche Inhalte liefert und bis wann. Eigene Fotos von Team, Räumen und Arbeit wirken dabei fast immer glaubwürdiger als Stockbilder. Auch Impressum und Datenschutzerklärung sollten vor dem Livegang auf den neuen Stand gebracht werden, etwa wenn neue Formulare, Karten oder Analyse-Tools hinzukommen.

Technische Abnahme vor dem Livegang

Vor der Veröffentlichung gehört eine strukturierte Prüfung dazu. Einen Teil davon – etwa Seitentitel, Beschreibungen, HTTPS-Weiterleitung und mobile Darstellung – prüft unser kostenloser Website-Check automatisch. Diese Punkte sollten abgehakt sein, bevor die neue Seite live geht:

  • Alle Formulare versenden zuverlässig und kommen im richtigen Postfach an.
  • Die Website lädt auch mobil zügig und lässt sich auf Smartphone und Tablet gut bedienen.
  • Jede Unterseite hat einen eigenen Seitentitel und eine eigene Beschreibung für die Suchergebnisse.
  • Alle geplanten Weiterleitungen sind eingerichtet und getestet.
  • Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls ein Cookie-Hinweis sind aktuell – und wer über die Website Verträge mit Verbrauchern schließt, prüft die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes.
  • Die neue Sitemap ist in der Google Search Console hinterlegt.

Nach dem Livegang ist vor der Optimierung

Mit der Veröffentlichung ist ein Relaunch nicht abgeschlossen. In den ersten Wochen lohnt sich ein regelmäßiger Blick in die Search Console: Tauchen Fehlerseiten auf, weil eine Weiterleitung vergessen wurde? Entwickeln sich die Positionen wichtiger Seiten wie erwartet? Leichte Schwankungen in der ersten Zeit sind normal, deutliche Einbrüche sollten dagegen zeitnah untersucht werden.

Genauso wichtig ist das Feedback aus dem Alltag: Kommen mehr oder bessere Anfragen? Finden Kunden, was sie suchen? Eine Website ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Werkzeug, das mit dem Unternehmen wächst – und genau so sollte sie auch geplant werden.

Fazit

Ein erfolgreicher Relaunch beginnt lange vor dem ersten Entwurf. Wer Ziele festlegt, bestehende Inhalte und Rankings sichert, Weiterleitungen plant und Inhalte rechtzeitig vorbereitet, schafft die Grundlage dafür, dass die neue Website nicht nur besser aussieht, sondern auch mehr erreicht als die alte. Wie wir einen Relaunch angehen, zeigen wir auf unserer Seite zum Webdesign.

Passende Leistung

Beitrag hilfreich? Teilen Sie ihn gern weiter.

Adrian Schmidt, Webentwickler aus Eberswalde

Geschrieben von

Adrian Schmidt

Inhaber von Waldstadt Digital · Webentwickler seit 2010

Seit 2010 entwickle ich Websites – von der Konzeption bis zur technischen Umsetzung. Im Blog schreibe ich über das, was im Projektalltag mit Unternehmen aus Eberswalde und dem Barnim wirklich zählt.