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E-Commerce

Was kostet ein Onlineshop 2026? Einrichtung, laufende Kosten und Gebühren

Was kostet ein Onlineshop 2026? Preisspannen für Einrichtung und Betrieb, Zahlungsgebühren und versteckte Posten wie Rechtstexte und Verpackungslizenz.

  • 02. September 2026
  • 4 Min. Lesezeit

Ein Onlineshop ist mehr als eine Website mit Warenkorb: Zahlungsarten, Versand, Rechtstexte, Produktdaten und Steuern wollen von Anfang an mitgedacht werden. Entsprechend breit ist die Preisspanne – und entsprechend leicht übersieht man Kosten, die erst im laufenden Betrieb auffallen.

In diesem Beitrag ordnen wir ein, womit Sie 2026 rechnen sollten. Alle Beträge sind grobe Netto-Richtwerte aus aktuellen Marktübersichten; im Einzelfall können Angebote deutlich darüber oder darunter liegen. Was eine Website ohne Shop kostet, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Die kurze Antwort: übliche Preisspannen

Für die Einrichtung eines Onlineshops bewegen sich die Kosten grob in diesen Bereichen:

  • Mietshop oder Baukasten zum Selbermachen: ab etwa 30 € im Monat, je nach Tarif und Zusatz-Apps auch deutlich mehr – plus Ihre eigene Zeit für Einrichtung, Produkte und Pflege.
  • Shop auf Basis eines Systems wie Shopify oder WooCommerce, eingerichtet von Freelancern oder Agenturen: etwa 3.000–15.000 €.
  • Größere Shops mit vielen Produkten, Varianten, Schnittstellen zur Warenwirtschaft oder B2B-Funktionen: häufig 15.000–50.000 € und mehr.

Wovon der Preis abhängt

Zwei Shops mit ähnlichem Sortiment können sehr unterschiedlich viel kosten. Den Ausschlag geben vor allem:

  • Shopsystem: Gehostete Systeme wie Shopify sind schnell startklar, kosten aber monatliche Gebühren und oft zusätzliche Apps. Selbst gehostete Lösungen wie WooCommerce sind flexibler, brauchen dafür regelmäßige Pflege. Shopware eignet sich vor allem für größere Sortimente.
  • Anzahl der Produkte und Varianten: Jedes Produkt braucht Fotos, Texte, Preise und Eigenschaften. Die Datenpflege ist oft der größte unterschätzte Aufwand.
  • Design: Ein angepasstes Theme ist günstiger als ein individuelles Design, das genau zu Ihrer Marke passt.
  • Zahlungs- und Versandarten: Jede zusätzliche Zahlungsart und jeder Versanddienstleister muss eingerichtet und getestet werden.
  • Schnittstellen: Anbindungen an Warenwirtschaft, Buchhaltung, Lager oder Marktplätze sparen später viel Handarbeit, kosten aber in der Einrichtung.
  • Mehrsprachigkeit und Verkauf ins Ausland

Laufende Kosten im Betrieb

Nach dem Start fallen regelmäßig Kosten an, die in der Kalkulation nicht fehlen sollten:

  • Shop-Abo oder Hosting: je nach System etwa 20–300 € im Monat
  • Apps, Plugins und Erweiterungen: von kostenlos bis zu dreistelligen Beträgen im Monat
  • Zahlungsgebühren: je nach Anbieter grob 1–3 % des Umsatzes, oft plus einer festen Gebühr pro Zahlung
  • Rechtstexte mit Aktualisierungsservice: etwa 10–40 € im Monat
  • Wartung, Updates und Sicherheit: etwa 50–200 € im Monat, sofern Sie das nicht selbst übernehmen
  • Marketing: Ohne Werbung, Suchmaschinenoptimierung oder Social Media findet kaum jemand einen neuen Shop

Versteckte Kosten, an die viele nicht denken

Diese Posten tauchen in vielen Angeboten nicht auf, gehören aber zu fast jedem Shop:

  • Produktfotos und Produkttexte – eigene, gute Bilder verkaufen besser als Herstellerfotos, die jeder Mitbewerber nutzt
  • Verpackungsgesetz: Wer verpackte Ware an Privatkunden verschickt, muss sich im Verpackungsregister LUCID registrieren und die Verpackungen bei einem dualen System lizenzieren
  • Rechtssichere Gestaltung von Bestellprozess, Widerrufsbelehrung, Preisangaben und Versandkosten
  • Barrierefreiheit: Onlineshops für Verbraucher fallen unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, sofern Sie kein Kleinstunternehmen sind
  • Verkauf ins EU-Ausland: Ab 10.000 € Jahresumsatz mit Privatkunden in anderen EU-Ländern gilt die Umsatzsteuer des Lieferlandes – das sollten Sie mit Ihrer Steuerberatung klären
  • Versandmaterial, Retouren und Zahlungsausfälle

Mietshop oder individueller Shop?

Ein Mietshop ist ein guter Einstieg, wenn Sie ein überschaubares Sortiment haben, schnell starten möchten und Freude daran haben, Shop und Produkte selbst zu pflegen. Mit wachsendem Umsatz summieren sich aber Abo-, App- und Transaktionsgebühren – und spezielle Anforderungen lassen sich nicht immer umsetzen.

Ein individuell eingerichteter Shop lohnt sich, wenn Ihre Abläufe besondere Lösungen brauchen, etwa Schnittstellen zur Warenwirtschaft, Kundengruppen mit eigenen Preisen oder ein Design, das sich klar vom Wettbewerb abhebt. Entscheidend ist, dass Shop und Prozesse zusammenpassen – sonst wird jede Bestellung zur Handarbeit.

So gehen wir bei Onlineshops vor

Bei Waldstadt Digital beginnt jedes Shop-Projekt mit der Frage, wie Ihre Bestellungen heute ablaufen und wo der Shop Arbeit abnehmen soll. Daraus ergibt sich, welches System passt und welche Funktionen wirklich nötig sind. Einen Festpreis nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch, wenn Umfang, Sortiment und Schnittstellen klar sind. Mehr zu unserem Vorgehen finden Sie auf der Seite Onlineshop erstellen lassen.

Fazit

Ein Onlineshop kostet 2026 je nach Umfang zwischen einigen hundert und mehreren zehntausend Euro – hinzu kommen laufende Kosten für System, Gebühren, Rechtstexte und Pflege. Wer diese Posten von Anfang an einplant, erlebt nach dem Start keine bösen Überraschungen. Wenn Sie wissen möchten, womit Sie für Ihr Vorhaben rechnen können, sprechen Sie uns gern an.

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Adrian Schmidt, Webentwickler aus Eberswalde

Geschrieben von

Adrian Schmidt

Inhaber von Waldstadt Digital · Webentwickler seit 2010

Seit 2010 entwickle ich Websites – von der Konzeption bis zur technischen Umsetzung. Im Blog schreibe ich über das, was im Projektalltag mit Unternehmen aus Eberswalde und dem Barnim wirklich zählt.